„Die Rentner sind maßlos und überfordern die Jungen“

Dies wird gerne in vielen Medien bei Bedarf behauptet. Um der Behauptung entgegen zu wirken, ein mehrere Grafiken die zeigen, dass die Behauptung falsch ist.

 


Rentenanpassung, Inflation und Tariferhöhungen im Vergleich

Tabelle 1: Rentenanpassung im Vergleich zur Inflatiom

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Die Grafik stellt drei Werte in Bezug zur Jahresachse. Erstens die Inflation, zweitens die Rentenanpassung West (Bundesgebiet ohne das Beitrittsgebiet) und drittens die Rentenanpassung Ost (Beitrittsgebiet)

Bemerkenswert sind die Rentenanpassungen Ost zu Beginn der Zeitrechnung. Im Vorfeld zu den Bundestagswahl 1994 hatte die Bundesregierung unter Kanzler Kohl in den Beitrittsgebieten „Goldene Zeiten“ versprochen und seine Wiederwahl bei den Rentnern gesichert. In dem Staatsvertrag über die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion mit der DDR vom 18. Mai 1990 wurde gegen den Widerstand des Bundesbankpräsidenten Karl Otto Pöhl der Umtauschkurs von Mark der DDR in D-Mark von 1:1 bei Löhnen, Gehältern, Mieten und Renten durchgesetzt.

In den Jahren 2004–2006 und 2010 wurden die Renten nicht angepasst (0-Runden).

 


 

Tabelle 2: Rentenanpassung im Vergleich zur Tariferhöhung

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Die Grafik stellt vier Werte in Bezug zur Jahresachse. Erstens die Tariferhöhung West, zweitens die Tariferhöhung Ost jeweils als Durchschnitt aller Tarifbereiche im Verhältnis zu den Rentenanpassungen West und Ost.

Seit 1999 liegt die Rentenanpassung unter den Tariferhöhungen. Die Rentenanpassung folgt den Tariferhöhungen im Verzug von einem Jahr, da die Rentenanpassung den Einkommensentwicklungen folgen sollen. Die rot-grüne Regierung unter Kanzler Schröder hat aber Abzüge eingeführt, die der Förderung der Riesterrente und dem "Demografischen Faktor" geschuldet sind.

 


 

Tabelle 3: Rentenanpassung im Vergleich zur Inflation vor 1991

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In den Jahren 1960 - 1980 war die sozial-libearie Koalition zwischen SPD und FDP an der Regierung.