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Bis zum letzten Tage des Jahres war die Rente Thema in der Presse.
Die einen, die dem Arbeitgeberverband nahe stehen, fordern weiter die Rente mit 71. Sie stellen sich vor, dass der Rentenbeginn dem "Demokrafisch Faktor" folgt, der für diesen Personenkreis natürlich nur nach oben zeigt.
Die anderen greifen eine Meldung des Deutschen Gewerkschaftsbundes auf, nach dem "hart und körperlich Arbeitende" natürlich nicht über das 65. Lebensjahr hinaus malochen müssen.

  • Das mit dem Demokratischen Faktor ist so eine Sache. Schaut man auf die aktuelle Sterbetafel, so scheint der Zenit des immer Älterwerdens schon erreicht.
  • Beim DGB ist nur körperliches Arbeiten "harte Arbeit", das besonders berücksichtigt werden muss. Wie ist das mit den Menschen, die psychischen Belastungen am Arbeitsplatz ausgesetzt sind, wie Pflegende und Ärzte im Krankenhaus, in der Pflege oder der Psychiatrie?

Niemand schreibt daüber, dass die Pensionen der Beamten in Zukunft weiter die Staatskassen und damit die nachkommenden Generationen belasten werden. Schon 2017 waren die Ausgaben des deutschen Staates für Pensionen von Beamten 66,75 Mrd. EUR. (Quelle: statista / Steuern & Staatsfinanzen)

Inzwischen soll die Kommission "Verlässlicher Generationenvertrag" getagt haben und 2020 zur Zukunft der Rente ein Gesamtkonzept vorstellen. Wann und mit welchen Inhalten hat die Kommission getagt und welches Ergebnis zeichnet sich ab? Unter Aktuelles wurde aus dem 1. Quartal 2019 gemeldet, dass man sich mit dem Rentensystem der Franzosen (noch vor der Streikwelle gegen diese Rente) und dem Thema Prävention und Rehabilitation auseinander gesetzt hat. Weiter sind zwei Expertisen zur Zuwanderung und der gesetzlichen Verpflichtung für zusätzliche Altersversorgung zu finden. unter "Zahlen, Daten, Fakten" findet man weiteres interessantes Material.
Alles sind Daten mit dem Blick in die Vergangenheit, einen Blick in die Zukunft kann man daraus nicht erkennen.
Wir brauchen aber eine Entwicklung, die den Weg zu einer nachhaltigen Sicherung und Fortentwicklung der Alterssicherungssysteme ab dem Jahr 2025 findet und damit das Fundament schafft für einen neuen, verlässlichen Generationenvertrag.
In unseren Augen kann das nur gelingen, wenn alle Bürger und alle Organisationen, die das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schaffen, einbezogen werden, wie es der VdK mit seinem Konzept der "#rentefüralle" vorgestellt hat. Für den 28. März 2020 hat der VdK zu einer Großdemonstration aufgerufen, an der wir uns beteiligen möchten.