Sicht des Kabaretts

Wortgewaltig, messerscharf und höchst unterhaltsam erzählen Kabarettisten ihre Sicht der Dinge in einer Welt mit all ihren Absurditäten.

Kabarett ist in seiner Motivation gesellschaftskritisch, komisch-unterhaltend und/oder künstlerisch-ästhetisch.

Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing sagt über die Rolle der Kabarettisten im politischen Diskurs:

Kabarettisten sind die moderne Form der Hofnarren. Zu einer Zeit, als noch keine unabhängige Presse gab, waren sie an den Höfen der Könige die einzige unabhängige Instanz. Allein der Hofnarr durfte dem Herrscher widerspreche. konnte und musste dem König den Spiegel vorhalten, durfte ihn als einziger kritisieren. Das war einerseits ganz lustig, andererseits blieb einem das Lachen buchstäblich im Halse stecken, wenn die vorgebrachte Kritik die offensichtlichen Fehlentscheidungen und Fehlentwicklungen thematisierte. Der Hofnarr blieb ungestraft, das ist ein Sinnbild seiner Unantastbarkeit.

In demokratischen Staaten sind an die Stelle der Hofnarren eine unabhängige Justiz und unabhängige Medien getreten. Aber die Rolle der Hofnarren gibt es nach wie vor, heute nennen sie sich Kabarettisten. Ihr Auftrag ist, den Dingen auf den Grund zu gehen und dem Bürger durch Wissen in die Lage zu versetzten, selber zu denken. Das dient dem zZusammenhalt der Gesellschaft.

In diesem Sinne verweisen wir auf Beiträge von Kabarettisten, die sich mit den Veränderungen in der Gesellschaft, ihren Wurzeln und die sozialen Auswirkungen auseinandersetzen.


Bundestagswahl lädt "Die Anstalt

Schon 2015 brachte Georg Schramm es auf den Punkt.

Ein Kommentar lautet: 

Verfallende Gesellschaft!!!!! Wie recht er schon vor 11 jahren gehabt hat! Da bleibt dem intelligenten Mensch das lachen im Hals stecken.
 
 

Hoch Heute ganz aktuell.

 

Georg Schramm brigt es auf die Spitze.

Hat diesen Text der Verfassubgsschutz gesehen?

Sind auch Künstlerinnen und Künstler systemrelevant? Welche Bedeutung hat heute das Kabarett? Und wo liegen die Grenzen der Satire?

Der Kabarettist und Autor Christian Springer ist gleich drei Mal zu Gast im RotundeTalk der Evangelischen Akademie Tutzing. Im ersten Teil spricht er mit Akademiedirektor Udo Hahn über das Kabarett und Kulturschaffende in der Krise.

Christian Springer im RotundeTalk der Evangelischen Akademie Tutzing, Teil I

 

 Länge: 28 Minuten

Der Kabarettist Christian Springer hat 2012 den Verein Orienthelfer gegründet.

 

Der „RotundeTalk“ ist ein neues Gesprächsformat der Evangelischen Akademie Tutzing. Menschen aus Politik, Kultur und Gesellschaft sprechen im Interview über ihre Erfahrungen im Umgang mit der Corona-Pandemie, über die Herausforderungen dieser Krise und wie es danach weitergehen könnte. Im Trailer berichtet Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing, mehr über das neue Videoformat.

Christian Springer hat im Rahmer der Kanzelreden der evangelischen Akademie Tutzing am 8. Oktober 2017 in der Erlöserkirche in München Schwabing das großes Thema „Freiheit“, gemeint ist „die Freiheit der anderen“, ausgewählt. Wer es mit der Demokratie ernst meine, der müssen "Freiheit aushalten“. Vielfalt gelten zu lassen, geht eben oft einher mit dem Ertragen von Umweltsünden oder Ungerechtigkeit – und dafür findet er mit der scharfen Zunge eines Kabarettisten viele, auch prominente Beispiele.

eröffentlicht am 07.04.2016

Politsatire / Satire / Kabarett Die Anstalt Folge 18 Die Robin-Hood-Stiftung © ZDF

Veröffentlicht am 16.05.2017

16.05.17

Anny Hartmann siniert über die Frage: "Was wäre, wenn es ein sogenanntes 'Grundeinkommen' gäbe?"

Veröffentlicht am 07.04.2017

Max Uthoff und Claus von Wagner schauen, warum die Rente, oder das was von ihr noch übrig ist, heute für alle nur noch so wenig abwirft.

Veröffentlicht am 28.03.2014

aus der Sendung "Die Anstalt" vom 11.03.2014

50 Jahre Mainzer Unterhaus:

Ein politischer Kabarettist kann fast alles - nur eines nicht: das Absingen von Lobeshymnen. Deswegen hielt sich Georg Schramm vornehm zurück, als er bei der Feier zum 50. Geburtstag des Mainzer Unterhauses auftrat