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Präsidentin Verena Bentele: „Rente mit 68, 69 oder 70 führt zu noch mehr Altersarmut“

Studie des DIW Berlin im Auftrag des VdK: Menschen in belastenden Berufen mit niedrigen Einkommen leben kürzer als etwa Beamte.

Aber die Wissenschaftler und Ökonomen aus den Universitäten lassen nicht nach und die  Journalisten bereiten ihnen die öffentliche Plattform.

Zum Beispiel fordert Prof. Raffelhüschen mit seinem Institut die weitere Erhöhung der Renteneintrittsalters.

Die Deutsche Rentenversicherung entgnete in einer Meldug zu Raffelhüschen:

"Mit spekulativen Rechnungen die Rentenversicherung zu diskreditieren, halten wir für unverantwortlich. Die Rentenversicherung wird auch den jungen Menschen eine stabile Rente zahlen können. Sie ist sehr anpassungsfähig, wie zwei Beispiele zeigen:

Demografische Entwicklung: Mitte der 1980er Jahre kamen auf eine Person im Alter 65+ vier Menschen zwischen 20 und 65, heute sind es noch drei. Trotzdem ist der Beitragssatz wegen der zwischenzeitlichen Reformen mit 18,6 Prozent niedriger als Mitte der 1980er Jahre."

In einer Studie für den VdK zeigt das DIW Berlin unter anderem, dass die Lebenserwartung von Arbeitern im Vergleich etwa zu Beamten rund vier Jahre geringer ist. Auch eine hohe berufliche Belastung wirkt sich auf die Lebenserwartung aus: Rentner, die in Berufen mit hoher Belastung gearbeitet haben, leben drei Jahre kürzer im Lebenserwartung nach BeschäftigungVergleich zu jenen, bei denen die Belastung geringer war. Auch beim Haushaltseinkommen zeigen sich deutliche Unterschiede: Rentner aus Haushalten mit prekären Einkommen haben eine deutlich geringere Lebenserwartung im Vergleich zu wohlhabenden Haushalten. Konkret leben ärmere Rentner fünf Jahre kürzer als reichere.

Und nicht nur Arbeiter in den Werken und an den Baustellen sind hohen Belastugen ausgesetzt. Da seien als Beispiel die Pflegekräfte in den Krankenhäusern und Pflegeheimen genannt oder die Paketausträger.

Ungerecht ist, dass Menschen, die über die gesetzliche Rentenversicherung vorsorgen, im Alter deutlich schlechter gestellt sind als Beamte. Diese Ungerechtigkeiten ließen sich nur mit einer grundlegenden Reform des gegenwärtigen Systems beseitigen

Wir brauchen eine Rentenversicherung, in die alle Erwerbstätigen einzahlen: Arbeiter, Angestellte, Selbstständige und eben auch Politiker und Beamte“,

Die gesetzliche Rentenversicherung muss auf Dauer stabilisiert werden, und so die soziale Spaltung bekämpfen.

 

Diethard Linck

  • Studie DIW Berlin: Politikberatung kompakt 171. Peter Haan, Maximilian Schaller: Heterogene Lebenserwartung. Forschungsprojekt im Auftrag des Sozialverbands VdK Deutschland.

  • Aus Sicht des VdK muss die Politik diese unterschiedliche Lebenserwartung der Rentnerinnen und Rentner bei ihren Reformen berücksichtigen. Für den VdK ergeben sich vier zentrale politische Forderungen.